Mit einem zweistündigen Konzert verwöhnte das AION Quintett die interessierten Gäste.
Sie haben riesigen Plausch an der Musik, von links: Christian Berger, Marc Jenny, Markus Brechbühl, Berti Lampert, Dominic Doppler.
Mit einem glanzvollen Konzert verwöhnte das AION Quintett die zahlreichen Gäste im Flawiler Kulturkeller.
Vroni Krucker
Mit abwechslungsreichen, faszinierenden Kompositionen zog das AION Quintett die Gäste von Beginn an in seinen Bann – und das steigerte sich im Laufe des Konzertes. Fröhliche Musizierende und eine lockere Moderation machten das Erlebnis vollkommen.
Im Namen des Vereins NIGHT MUSIC begrüsste Präsident Urs C.Eigenmann die gespannt wartenden Gäste im Kulturkeller unter dem Restaurant Park in Flawil. Männer und Frauen, sogar einige Kinder, liessen sich sofort einnehmen von den herrlichen Klängen der fünf Musikanten, die ein reichhaltiges Instrumentarium besitzen. Sie freuten sich über das begeisterungsfähige Pubklikum.
Rhythmik vom Feinsten Das Quintett führt seine Gäste in verschiedenste Bereiche der Jazzmusik, wobei sie gekonnt frei improvisieren und somit ihren ganz eigenen Stil prägen. Eine raffinierte Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen begeistert total. Ein Aufenthalt in Ägypten – wo Konzerte in Kairo und Alexandrien auf dem Programm standen - brachte orientalische Melodien ins Ensemble und weckte Lust auf mehr Neues. Was da in den sorgfältig arrangierten Stücken an Rhythmik, Klangfülle und Improvisationsfreude geboten wird, ist Musik auf hohem Niveau. Feine, gut durchdachte Übergänge führen zu einem nahtlosen Fluss der Darbietungen.
Aufmerksames Publikum Aufmerksam verfolgten die Gäste die Vorträge und spendeten viel Zwischenapplaus, den sich jeder Einzelne mit seinem fantastischen Spiel redlich verdient hatte. Jeder Instrumentalist zeigt sich als grosser Könner, zusammen bilden sie ein eingespieltes, faszinierendes und - wie sich deutlich zeigte- kameradschaftliches Team. Es war nicht nur laut im Kulturkeller, auch feinen, zarten Töne gaben die Musiker Raum. Selbst auf Sopran- und Tenorsaxophon gelangen Berti Lampert - nebst seinem virtuosen raumfüllenden Spiel - hauchzarte Klänge. Einfühlsam begleiteten der Perkussionist Markus Brechbühl und der Schlagzeuger Dominic Doppler die Band oder liessen ihre Instrumente allein durch den Raum schallen. Mit verschiedenen Gitarren begeisterte Christian Berger. Den Bogen über die Melodien spannte Marc Jenny auf dem Kontrabass.
Angenehme Ambiance Der Kulturkeller weist eine sehr angenehme Ambiance und eine gute Akustik auf. Viel zum Wohlsein trägt die Familie Ismaili bei. Sie hat fünf Töchter zwischen 14 Jahren und acht Monaten und wirkt seit einem Jahr im Restaurant Park. Bereits darf sie auf eine erfreuliche Anzahl Stammgäste zählen, die den aufmerksamen und freundlichen Service sowie das vielseitige Angebot aus der Küche schätzen.
Die Musikanten Christian Berger ist ausgebildeter Gitarrist mit einer reichen Erfahrung. Er beschäftigt sich intensiv mit der orientalischen Musiktradition. Als Gründer des Quintetts schreibt er sämtliche Musik für das Ensemble. Er ist Dozent an der Zürcher Hochschule für Künste.
Berti Lampert hat sein Studium an der Jazzschule St. Gallen absolviert. Er arbeitet als Instrumentallehrer und wirkt in verschiedenen Ensembles und CD Produktionen mit, dazu gehören auch die Wiener Sinfoniker.
Marc Jenny pflegt eine rege Konzerttätigkeit als E- und Kontrabassist. Dabei zeichnet ihn seine frische Bühnenpräsenz und die Freude an jeder Art von Musik aus. Er arbeitet heute als Musiker bei verschiedenen Bands und als Freelancer für Projekte, Musicals, Orchester usw. Er studierte an der Musikhochschule Luzern Kontrabass bei Dieter Lange.
Markus Brechbühl bildete sich an der Musikhochschule Bern zum klassischen Schlagzeuger aus und setzt sich intensiv mit Afrikanischer Perkussion und Djembe auseinander. Nach Weiterbildung und Studien arbeitet er mit verschiedenen Ensembles und bei CD Produktionen.
Dominic Doppler studierte Schlagzeug am Berklee College of Music in Bosten USA. Er lebt in München, unterrichtet Schlagzeug in St. Gallen und wirkt in verschiedenen Jazzformationen mit.
Herrlich, wie Marc Jenny auf seinem Kontrabass spielte und zudem locker moderierte.
Christian Berger zeigte sein Können auf verschiedenen Gitarren. Die vorgetragenen Stücke stammen aus seiner Feder.
Markus Brechbühl liebt seine verschiedenen Trommeln sicht- und spürbar.
Mit viel Einfühlungsvermögen "bearbeitete" Dominic Doppler das Schlagzeug.
Als grosser Saxophonvirtuose zeigte sich Bert Lampert auf dem Sopransax....
...hauchzarte Töne entlockte er dem Tenorsaxophon.