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Der Mut hat sich ausbezahlt
Monday Night Music neu im Park


Wiler Zeitung, 13. Januar 2010

Der Flawiler Ramon Landolt zeigte sich bei seinem Heimspiel mit der Band «mûr» äusserst spielfreudig. Bild: mf.

Am Montagabend war die Flawiler Jazz-Nachwuchshoffnung Ramon Landolt mit seiner Band «mûr» im Kulturkeller des Restaurants Park in Flawil zu Gast. Die Wirtefamilie Ismaili feierte derweil ihr einjähriges Jubiläum im «Park». 

Mario Fuchs
Flawil. Als Musiker hat man es nicht immer einfach. Davon leben können nur die besten, respektive jene, die als solche hingestellt und geschickt vermarktet werden. Trotzdem scheint diese Form der Kunst immer noch eine ungebrochene Faszination auf junge Leute auszuüben. So hat sich auch der Flawiler Ramon Landolt, Sohn des bekannten Flawiler Jazz-Saxophonisten Albert Landolt, für die Musik 

«Keinen Einfluss gehabt»
«Ich habe die Sprache des Jazz schon von klein auf gelernt, ich bin mit ihr aufgewachsen», beschreibt Ramon Landolt die Ursprünge seiner Leidenschaft. Er mag keine halben Sachen. Nach der Matura setzt er alles auf die Karte Musik. An der Jazzschule in Luzern beginnt er ein Studium. Vater Albert, Begründer der Jazzschule St. Gallen und aktuell Leiter des Winterthurer Instituts für aktuelle Musik WIAM, hatte nichts gegen die Pläne seines Juniors. «Er war felsenfest davon überzogen, dass das Musikstudium das Richtige für ihn ist. Ich hatte keinen Einfluss», sagt Albert Landolt. Die Heimspiel-Premiere im «Park» wollte er sich auf keinen Fall entgehen lassen. 

Unbändige Spielfreude
So dachten auch viele Flawilerinnen und Flawiler, die in grosser Anzahl in den Kulturkeller strömten. Ihnen bot die Band «mûr», in der Landolt mit zwei Kommilitonen spielt, einen bunten Strauss aus verspielten Jazz-Melodien und beeindruckenden Solo-Partien. Allen voran Landolt, der sich am Flügel nichts von seiner Nervosität anmerken liess und befreit aufspielte. Auch Johan Wermeille am Schlagzeug und Martina Berther am Bass überzeugten mit unbändiger Spielfreude, wie sie einem nur von jungen, äusserst talentierten Rohdiamanten geboten werden kann. In der Pause offerierte der überglückliche «Park»-Wirt Qashif Ismaili mit seiner Familie allen Konzertbesuchern ein Cüpli. Es war am Montag ein Jahr her, seit sie im «Park» angefangen hatten zu wirten.